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Alt 17.09.2018, 23:30   #11
Willy B. aus S.
Supra Modulator
 
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Willy B. aus S. wird schon bald berühmt werden
AW: Projekt Dornröschen

Ein nächster Schritt:
War heute beim TÜV. Alles, was ich überarbeitet hatte, war mängelfrei:
Motor - Läuft ruhig, AU problemlos bestanden
Bremsen - fehlerfrei (weitere Details sh. unten )
Karosserie - im Prinzip fast rostfrei
Achsen - deutlich sichtbarer, aber unproblematischer Kantenrost, den ich nacharbeiten muss

Der Prüfer war ganz begeistert vom Unterboden. Ich musste ihm dann die angerostete Stelle im rechten Radkasten zeigen, die wirklich nur angerostet ist. Somit ist das Auto nach 29 Jahren ungeschweißt und un-nachlackiert, und dennoch fehlerfrei. Achsen und Bremsleitungen sollte ich mal entrosten, sind aber nicht mangelhaft.

Ich habe es auch geschafft, den Unfallschaden ohne Schweißarbeiten (fast) in den Originalzustand zurück zu formen, leider mit den unfall typischen Restfehlern (Verzug). Deshalb passt die Nase noch nicht 100%ig. Aber alle getauschten Teile sind im Original-Farbton von Teilespendern, somit keine Neulackierungen dran.

Den Auspuff (mein Endtopf ist total durchgerostet) hat mit Oliver (Nipponator) geliehen - DANKE !!!

Was mir dann letztlich die Plakette vereitelte war ein defekter Stoßdämpfer vorne rechts, sowie ein an der Innenkante abgefahrener Reifen. Den hatte ich tags zuvor selbst montiert , um die Reifen mit den 15 Jahre alten Standplatten wegzubekommen.

Was meint ihr, kann ich mit Federspanner und mittelmäßigem Schraubertalent die vorderen Stoßdämpfer selbst tauschen?

Es gibt noch viel zu tun. Erst mal die Technik in Ordnung bringen: der Öldruck ist viel zu niedrig, der Rost an den Achsen, usw. Erst dann die Optik: der Beulendoktor muss 2 Knick-Reste aus der Motorhaube entfernen - es war mir nicht gelungen, ein Spenderteil in Originallack zu bekommen; dann ein Lackaufbereiter. Und zum Schluss der Innenraum: Leder von Fahrersitz, Lenkrad und Handbremssack erneuern. Das kann noch Jahre dauern ...

Was Nettes zum Schluss:
Am Tag vor dem TÜV-Termin habe ich bei 300m illegaler Probefahrt (hatte ja noch keine Zulassung) ein Geräusch entdeckt. Es entpuppte sich als Bremsbelag der Handbremse, der sich vom Träger gelöst hatte. Da auf die Schnelle keiner der in der Nähe wohnenden Suprafahrer sowas am Lager hatte, kam Florian (Formi) auf die Idee, den Belag auf den Träger aufzunieten. Dummerweise haben die Beläge ja nur eine Dicke von vielleicht grade mal 2mm. Da hinein also Löcher bohren, senken und nieten - dabei brach auch noch ein Stück des Belags ab . Dann den Überstand der Nieten abfeilen und einbauen. Ich hatte die Hoffnung, dass diese Lösung die Bremsprobe beim TÜV übersteht. JACKPOT !!! Diese Seite hatte sogar bessere Werte als die andere. Als ich zuhause ankam war wieder das Geräusch da ... Neue Beläge sind bestellt und werden selbstverständlich eingebaut.
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